Startside EnglishNorwegian

Eidselva

Der Anfang bei Nor – dem westlichen Ende vom Hornindalsee, und nach der Fahrt das Eidstal hinunter – entleert sich der Fluss im Eidsfjorden, bei Os, fast im Zentrum von Eid. Die Arbeit ist ausgeführt worden. Wasser den Fluss hinunter. Fisch den Weg hinauf.

Sowohl tiefe als auch flache Kolke hat der Fisch passiert , auch Wasserfälle, Wirbel und Neerströme.

Aber auch die ruhigsten Idyllen unter schattenspendenden Baumkronen findet man hier, denn Eidselva ist in voller Länge von Wald umkränzt, wie ein grünes Band an den beiden Ufern. An einige Stellen findet man spannende Lichtungen vor tiefen , stillen Kolken. Der Sportangler , der sowas erlebt, fühlt sich bestimmt zu Hause.

Der Fluss ist mehr als eine Wasserstrasse durch das Tal. Sowohl Grundbesitzer als auch Gäste, die einen Sommerabend Eidselva besuchen, werden sich über ein visuelles Element der Schönheit freuen.

Die Angelplätze liegen auf einer Strecke von etwa 10 Km verbreitet. Die Qualität variiert natürlich. Wir sind aber stolz darüber, dass hier im Fluss das in Norwegen grösste Lachsweibchen gelandet wurde , 26,7 Kg. Es war im Mai 1944.

Die eigene Geschichte hat natürlich der Fluss. Um diese zu lernen, muss man ein bisschen in die „Tiefe“ gehen. Ein Teil der Urgeschichte ist auch unser Fluss. Wasser, Eis und Schlamm sind durch das Tal geströmt, und haben der Landschaft das Gesicht gegeben, das wir heute kennen.

Der Fluss ist meandrierend. Seine Bewegungen sind wellenförmig als Folge der fast flachen Landschaft . Resultat: Eine schöne und vielfältige Kulturlandschaft.

Der Nutzung vom Fluss ist die Geschichte der Vielfalt. Fleisige Menschen, ihre Aufträge und Aufgaben spiegeln die Aktivität und den Umfang

Die Vikinger waren hier. Die lokalen Machthaber – Könige in eigenem Reich – stritten damals für ihre Rechte. Hier lagen die zur lokalen Kriegsflotte gehörenden Schiffe .

Die Schotten sind den Fluss hinaufgesegelt um Holz im Tal zu holen. In den Grossstädten in Europa brauchte man die Pfähle um Baugrund zu sichern.

Frachtsegler – aus den lokalen Umgebungen - auch aus fernen Küsten - haben in der Flussmündung ihre Anker geworfen.

Der Fluss hat aber nicht nur als Transportweg und Hafen funktioniert. Hier hat man auch die Grundlage für private Wirtschaft gefunden. Mehrere Sägewerke gab es hier. Viele Mühlenhäuser wurden durch die Jahrhunderte gebaut, die meisten im oberen Teil vom Fluss

Eine wichtige Energiequelle hatte man im Wasserfall Kviafossen. Er schuf die Möglichkeit ein Kraftwerk zu bauen . Später auch eine Molkerei ( Nor Meieri).

Die neuere Geschichte fokusiert vor allem auf das Sportangeln. Die Fragen waren natürlich: Wer hat die Angelrechte? Welche Ausstattungen und welche Methoden sollen erlaubt werden? Interessengegensätze gab es . Und die Flussbesitzer hatten nur die eine Möglichkeit – einen eigenen Verband – Eid Elveeigarlag.

Die Engländer zeigten jetzt Interesse für das Sportangeln hier in Nordfjordeid. Die hatten ja auch früher eine Nacht unter offenem Himmel verbracht. Einige hatten ein Leben lang als Beamte im fernen Osten gedient . Als Rentner kamen sie nach Nordfjordeid um zu angeln. Und sie brachten Ästhetik und Kultur mit.

Sportangeln wird jetzt zu einem lokalen Begriff gemacht. Die Ausrüstung für den Sport war die Rute mit Rolle und die Fliege. Karierte Kniehosen und passende Sportjacken trugen sie – und natürlich das Cap. Wenn man mit der Fliege im Fluss angelt, muss man auch für diese Aktivität gekleidet sein.

Einige von den Grundbesitzern wurden von den Gästen in Dienst genommen, und nahmen dadurch Bargeld ein. Eigentlich war der Fluss eine wichtige Grundlage für das Einkommen auf dem Bauernhof. Für das Angelrecht wurde Miete bezahlt. Grundbesitzer haben auch das Boot gerudert.

Sie haben auch gelernt wie man das Angeln „sportlich ausübt „. Viele hatten fleissig gelernt und Ausrüstung und Technik weiterentwickelt. Die alten Angelmethoden mussten den Neuen den Platz räumen. Die Gäste wollten den Sport in einem sogenannten reinen Fluss ausüben. Die groben Geräte passten einfach nicht .

Sie übten auch Kontrolle über das Angeln aus. Wichtig war es „unerwünschte Gäste“ wegzuhalten. Die öffentlichen Behörden und die Grundbesitzer haben gemeinsam gewirkt um das Leben der „Schwarzangler“ ein bisschen „sauer“ zu machen.

Das Fliegenfischen war jetzt in Eidselva etabliert. Viele hielten es für wichtig. Ausstattung, Angelmethoden ,den richtigen Platz zu finden zu richtiger Zeit – alles wichtige Einsichten - wurden allmählich gelernt. Die Hauptsache war Aufmerksamkeit und das richtige Gefühl zu haben. Man musste es fühlen.: Das sportlishe Element war der Kampf zwischen Fisch und Angler. Ebenbürtig war das Spiel. Es lässt sich verstehen, dass dieser Sportzweig längst globalisiert worden ist.

Aktuelle Nachrichten